Handlettering lernen – Schritt für Schritt

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Verfasst von Andrea

Du möchtest Deinen Weihnachtskarten dieses Jahr einen besonderen Touch verleihen oder tolle selbstgemachte Statement Poster verschenken? Dann habe ich in diesem Artikel genau das Richtige für Dich – und zwar das Handlettering! Ich erkläre Dir heute was das Handlettering ist und wie es funktioniert.

Handlettering, Kalligrafie, Lettering?

Du hast bestimmt alle diese Begriffe schon einmal gehört. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied? Falls Du Dich mit dem Handlettering beschäftigen möchtest, ist es sinnvoll die Differenzierung zu kennen. Deshalb hier eine kleine Beschreibung. Kalligrafie und Handlettering sind sich sehr ähnlich, denn beide beschäftigen sich mit Schönschrift. Der Unterschied ist jedoch zum einen das Material und zum anderen die Herangehensweise. Während Du bei der Kalligrafie ganz bestimmte Schreibmaterialen benötigst, meistens werden Federkiel oder Pinsel zusammen mit Tinte verwendet, kann man beim Handlettering zunächst grundsätzlich jeden Stift verwenden. Um ein möglichst schönes Ergebnis zu erzielen empfehle ich jedoch geeignete Filzstifte herzunehmen, die meist Brush Pens genannt werden. Bei beiden Kunstformen wird mit einer bestimmten Technik gearbeitet, bei welcher der Aufstrich dünn und der Abstrich dick aufgetragen wird. Jedoch ist das Kalligrafieren eher ein perfektioniertes Schreiben der Buchstaben, während man beim Handlettering die Schriftarten künstlerisch malt und durch andere gezeichnete Elemente ihren Ausdruck verstärkt. Das Lettering ist wiederum eine Erweiterung des Handlettering, indem der Entwurf in eine digitalisierte Form gebracht wird.

Handlettering as a business

Die Schriftkunst ist mittlerweile so beliebt, dass viele Leute es zu ihrem Beruf gemacht haben und damit Geld verdienen. Handlettering wird von einigen Firmen nachgefragt, die beispielsweise ihre Plakate, Internetauftritte oder ihre Läden und Büros damit gestaltet haben wollen. Der Grund dafür ist, dass Handlettering einen personalisierten Charakter in unsere digitale Welt bringt, Aufmerksamkeit erregt und gleichzeitig den Kunden anspricht. Wir von Sintre lieben den neuen Trend und wollen Dir im Folgenden eine kleine Anleitung bieten, um Dir den Einstieg ins Handlettering zu erleichtern.

Hilfreiche Tipps für Einsteiger

Die folgenden Tipps sollen Dir helfen die richtigen Materialien auszuwählen und Dir den Einstieg in die Kunst des Handletterings erleichtern. Keine Sorge, mit diesen Anleitungen wird Handlettering zum Kinderspiel!

1 Das Material

Wie bereits erwähnt kannst Du grundsätzlich jeden beliebigen Stift verwenden. Vor allem, wenn Du Dir noch nicht sicher bist, ob das Handlettering etwas für Dich ist und Du es erst einmal ausprobieren möchtest, würde ich dir empfehlen erst einmal Stifte und Papier zu verwenden, welches Du zu Hause hast. Du wirst jedoch vermutlich relativ bald merken, dass Du mit den üblichen Stiften an gewisse Grenzen stößt und wenn Dich das Handlettering Fieber gepackt hat, dann ist die Zeit gekommen um sich neue Stifte zu besorgen. Ich empfehle Dir einen Brush Pen, also Pinsel Stift, zu besorgen, denn mit diesen kannst Du super die Druckstärke Deiner Schrift variieren. Sobald Du ein echter Profi bist kannst Du zu den teureren aber qualitativ sehr hochwertigen Kalligrafie-Stiften greifen, die Dir jedoch weniger Fehler verzeihen als die Brush Pens.

2 Übung macht den Meister

Nun sitzt Du mit deinem Stift vor einem weißen Blatt Papier, heiß darauf loszulegen, aber Du weißt nicht wo Du anfangen sollst? Alles Anfang ist schwer, aber die Übung macht den Meister. Ich rate Dir zunächst, Dir eine aus den vielen verschiedenen Schriftarten auszuwählen und deren Alphabet auf einem separaten Papier zu üben, bis Dir die Buchstaben wie von alleine von der Hand gehen. Dieser Teil ist wohl der anstrengendste Teil des Handlettering-Prozesses und erfordert viel Durchhaltevermögen, aber es zahlt sich aus! Sobald Du die Buchstaben beherrscht, versuche Sätze damit zu schreiben und die Druckstärken der Schrift dabei zu variieren sowie verschiedene Verzierungen hinzuzufügen. Im Internet findest Du einige tolle Inspirationen dafür. Wenn Dir das am Anfang zu schwer fällt, kannst Du auch erst einmal Musterbeispiele hernehmen und versuchen Diese nachzuzeichnen. Ziel ist es jedoch irgendwann selbstständig die Schrift anzuwenden. Sobald Du eine Schriftart beherrscht, kannst Du Dich an neue wagen. Probiere jedoch nicht zu viele verschiedene Schriftarten auf einmal aus!

3 So wirst Du selbst zum Designer

Sobald Du zwei oder mehr Schriftarten beherrscht, wird es Zeit Dich an Deine eigenen Kreationen zu wagen. Suche Dir dafür zunächst einen Spruch aus, der Dir besonders gut gefällt. Optimalerweise sollte dieser zwischen drei und acht Wörter enthalten. Hast Du dir einen Spruch überlegt schreibe diesen ganz normal auf ein Skizzen-Blatt. Überlege Dir nun welche der Wörter die wichtigsten in Deinem Spruch sind und umkreise sie, denn Diese willst Du später besonders hervorheben. Nun musst Du Dir überlegen, welche Form Dein ganzes Bild haben soll. Die Standardformen sind Rechtecke, Kreise und Dreiecke. Deiner Fantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Für Weihnachten eignet sich beispielsweise eine Tannenbaum Form sehr schön. Zeichne diese Form nun auf Dein Skizzen-Blatt, sodass dort noch dein Spruch rein passt. Nun kannst Du rumexperimentieren in welcher Anordnung Du die Buchstaben gerne hättest. Bedenke die bedeutenden Wörter, die Du betonen möchtest. Diese sollten entweder besonders groß oder durch eine auffallende Schriftart hervorgehoben werden. Eine weitere Möglichkeit ist, diese Wörter durch passende Verzierungen zum Vorschein zu bringen und gleichzeitig ihre Bedeutung zu untermalen. Wenn Dir Deine Skizze gefällt kannst Du loslegen und Deine eigene Kreation auf ein schönes Blatt Papier bringen!

Ich hoffe, dass Dir meine Tipps weiter helfen konnten und freue mich Bilder Deiner Umsetzungen in unseren Kommentaren zu finden!

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